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TUI überrascht mit schwarzen Zahlen


15.12.2011
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" gehen bei der Aktie von TUI (ISIN DE000TUAG000 / WKN TUAG00) in Stellung.

Wenige Tage nach dem Start ins Jahr 2011 habe für das Wertpapier eine Talfahrt begonnen, die es in sich gehabt habe. Hätten Investoren Anfang des Jahres noch mehr als zehn Euro anlegen müssen, wenn sie eine TUI-Aktie ihr Eigen hätten nennen wollen, seien die Aktien inzwischen für deutlich weniger als die Hälfte zu haben.

Wann komme die Wende? Diese Frage beschäftige die Investoren seit Monaten. Mit den am Mittwoch präsentierten Zahlen zum Geschäftsjahr 2010/2011 habe TUI eine Basis geschaffen, von der aus zumindest kurzfristig eine Erholung des Kurses in Sichtweite sei. Ungeachtet der Probleme bei der Tochtergesellschaft Hapag-Lloyd und den Unruhen in Nordafrika, welche die Geschäftsentwicklung belastet hätten, habe das Unternehmen einen Gewinn erzielen können.

Der große Wurf sei es indes nicht geworden. Netto seien 24 Mio. Euro übrig geblieben, die Konsensschätzung habe einen Verlust in Höhe von 38 Mio. Euro erwarten lassen. Im letzten Jahr habe TUI noch ein Plus von 102 Mio. Euro ausgewiesen. Der Umsatz sei um 7% auf 17,5 Mrd. Euro geklettert. Das EBITDA habe um 2% auf 600 Mio. Euro zugenommen.


Der Konzern habe von der großen Nachfrage nach Premium-Reisen profitieren können. Negativ aufgefallen sei Hapag-Lloyd. In der Containerschifffahrt sei ein Verlust von zwei Mio. Euro angefallen. Im letzten Jahr habe die Tochter noch ein Plus von 150 Mio. Euro zum Konzernergebnis beigesteuert.

Bezüglich der weiteren Entwicklung habe sich die Unternehmensführung um Konzernchef Michael Frenzel moderat optimistisch geäußert. Konkretes habe man sich in diesen Zusammenhang aber nicht entlocken lassen. Das EBITDA solle leicht über dem Vorjahresniveau angesiedelt gewesen sein, unter dem Strich möchte man erneut schwarze Zahlen schreiben. Für das Geschäftsjahr 2010/2011 werde man wieder keine Dividende zahlen, bereits 2011 hätten die Aktieninhaber auf eine Ausschüttung verzichten müssen.

Angesichts der Rahmenbedingungen, mit denen das Unternehmen in den letzten Monaten zu kämpfen gehabt habe, sei die Geschäftsentwicklung beachtlich. Bezüglich der Trennung von Hapag-Lloyd würden die Experten mit Fortschritten rechnen. Vorbehaltlich zu klärender Finanzierungsfragen werde man weitere Anteile an das Konsortium "Albert Ballin" abgeben.

Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" trauen der TUI-Aktie einiges zu und gehen in Stellung. Ein Stopp-Loss zur Absicherung würden sie bei 3,80 Euro platzieren. (Ausgabe 192 vom 14.12.2011) (15.12.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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